Black is beautiful

Text: Richard Kägi* | Foto: Pia Grimbühler**

„Die beste Mousse au Chocolat und den besten Schoggikuchen? Die mach natürlich ich. So lautet die Standardantwort auf die entsprechende Frage. Denn die beiden Kultdesserts der Achtzigerjahre sind populärer denn je. Kaum eine Dinner-Party damals, die nicht ohne süssen Schokoladen-Traum-Schaum endete. In Sterne-Restaurants wie in Hausfrauenküchen und Studenten-WGs, die abenteuer- lichsten Versionen wurden aufgetischt. Mit und ohne Rahm, mit Eigelb, nur mit Eiweiss, ganz ohne Eier. Mit dunkler, Milch- oder weisser Schokolade. Oder aus allem zusammen. Sogar vor Toblerone schreckte man nicht zurück. Je komplizierter das Rezept, desto exotischer das Resultat. Von steinhart bis flüssig, von sandig bis staubtrocken. Und aromatisiert wurde auf Teufel komm raus. Bei uns im Haus wurde damals regelrecht um die Wette geschäumt.

Oma Hofmann vom 2. Stock mischte schwarzen Tee in die Mousse hinein, die Punks von der WG im Erdgeschoss schwarzen Afgahnen, ich blieb puristisch, nahm höchstens etwas schwarzen Kaffee. Zumindest bei der Farbe waren wir uns einig.

Wohl bei keinem Rezept sind sich Köche – Profis wie Laien – derart sicher. In einem Punkt sind sich alle gleich: Die Schokolade sollte schwarze sein, mit möglichst hohem Kakaogehalt. Gut erinnere ich mich an meine ersten Versuche vor mehr als dreissig Jahren. Mit Glück gabs im Dorfladen die Crémant von Cailler zu kaufen. Mehr als drei Tafeln im Körbli oder vorsichtig nach einem französischen oder belgischen Produkt gefragt? Ungeheuerlich, da machte man sich gleich verdächtig. Die einheimische Milchschoggischwemme nicht goutieren, gar subversiv

unterwandern? Ein Fall für meine Fiche! Die Nouvelle Cuisine und molekulares Kochen verdrängten dann die Mousse au Chocolat für viele Jahre aus Menükarten und Kochbüchern. Nun findet sie den Weg zurück auf unsere Teller, und schwarze Schokolade findet sich in jedem Supermarkt. Zudem verlangt der Convenience-Hype nach fertigen, nur wenige Tage haltbaren Kreationen, sie werden in Bechern oder gar Gläsern angeboten. Zum Selbermachen gibt es dort nun eine köstliche und einfache Variante vom Feinkosthändler Saveurs Nobles.

Das Ausgangsprodukt für die Schokoladenmischung wird von der renommierten Manufaktur Felchlin in Schwyz hergestellt, aus den raren und besonders schmackhaften Criollo Kakaobohnen aus Venezuela.

Aus der Mischung eine wunderbar luftige und leichte Mousse au Chocolat zu kreieren, ist kinderleicht und eine Sache von wenigen Minuten. Köstlich auch als Basis für einen Kuchen, einfach die gleiche Mengen nehmen wie Tafelschokolade. Meine Antwort nach dem besten Schoggikuchen? Den hatte ich bei Irma Dütsch im Fletschhorn. Und bei Rose Gray im River Cafe in London. Und immer wieder in meiner Küche, gemacht nach den Rezepten dieser grossartigen Köchinnen. Schreiben Sie mir, ich maile Ihnen die Rezepte“.

In der ***delicatessa gibt es die Mousse au Chocolat Saveur Nobles 250 g, zu CHF 21.90.

Richard Kägi
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Richard Kägi

ist Foodscout und Einkäufer der ***delicatessa im Globus.

Richard Kägi ist Foodscout und Einkäufer der ***delicatessa im Globus. Er reist seit 17 Jahren um die Welt auf der Suche nach Spezialitäten, Rezepten und den interessanten Menschen, die dahinter stehen.  / globus.ch

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